| Reblaus (Phylloxera) |
Mitte des 19. Jahrhunderts nach Europa ein- geschleppte amerikanisches Insekt. Die ca. einen halben Millimeter große Laus, die sich an den Wurzeln der Reben festsetzte vernichte- te innerhalb von zwei Jahrzehnten sehr viele Weinberg. Erst die Idee europäische Reben auf amerikanische Wurzelstöcke, die immun gegen die Reblaus sind, aufzupropfen, rettete den Weinbau in Deutschland. |
| Rebschnitt |
Eine der wichtigsten Arbeiten des Winzers. Während der Vegeta- tionsruhe, im Winter oder im zeitigen Frühjahr, werden die Reben von Hand geschnitten. Es werden rund 90 Prozent der einjährigen Triebe (Ruten) entfernt. Nur eine bis zwei der kräftigsten Tragreben bleiben stehen. Durch richtigen Rebschnitt, der Sachkunde und Qualitätsbewusstsein voraussetzt, wird die Wachstumskraft des Rebstocks gelenkt, sein Alter und seine Gesundheit mitbestimmt und der richtige Ausgleich von Güte und Menge vorgegeben. |
| Reduktiv |
Weit gehend unter Sauerstoffabschluss erzeugter Wein. Verfahren, um spritzige, duft- und Frucht betonte Weißweine zu erhalten. |
| Reserva |
Spanische und italienische Qualitätsbezeichnung. Die Weine müssen je nach Anbaugebiet bis drei Jahre Fass und Flaschen- Lagerung hinter sich haben. |
| Restzucker |
Der Zuckeranteil, der nach abgeschlossener oder auch künstlich unterbrochener Gärung im Wein zurückbleibt. Die Bezeich- nung ist unglücklich gewählt, denn auch ein völlig durchgegorener Wein kann Reste von Zucker aufweisen, wenn er nach der Gärung mit Süßreserven versetzt wird. Die Menge an Restsüße, insbesondere das Alkohol-Restzucker-Verhältnis, ist nicht willkürlich, sondern gesetzlich geregelt. Ein gewisser Restzuckergehalt gibt vor allem dem säurereichen Wein eine angenehme Abrundung, während zuviel Restüße seine feineren Geschmackskomponenten überdeckt. Der Restzucker wird in Gramm pro Liter angegeben. |
| Roséwein |
Hellroter Wein von dunklen Trauben. Bei Hellkelterung werden die Trauen sofort, ohne vorherige Angärung, gekeltert und nicht, wie sonst bei der Bereitung von Rotwein, auf der Mmaische ver- goren. So gelangt nur wenig Farbstoff aus der Beerenhaut in den Wein. Ist der Roséwein ein Qualitätswein und ausschließlich durch Hellkelterung aus Trauben gewonnen, die von einer einzigen Rebs- sorten stammen, so darf stattdessen die Angabe "Weißherbst" verwendet werden. |
