| Edelfäule |
Die durch den Grauschimmelpilz "Botrytis cinerea" her- vorgerufene Edelfäule kann bei günstigen Witterungs- und Reifebe- dingungen zu besonders edlen Weinen führen. Bei feuchtwarmer Herbstwitterung befällt der Schimmelpilz die vollreifen Trauben und perforiert die Beerenschale; dadurch verdunstet verstärkt Wasser, und die Beeren schrumpfen rosinenartig ein. Der konzentrierte Most, der aus diesen Beeren gewonnen wird, ist reich an Zucker und Geschmacksstoffen. Außerdem werden von Botryts cinerea Stoff- wechselprodukte abegeben, die dem Wein ein charakteristisches, von Kennern sehr geschätztes Edelfäulebukett und -aroma (auch Botrytis-Ton genannt) verleihen. |
| Eiswein |
Eine erlesene Rarität der nördlichsten Weinbauländer. Die Trauben werden bei mindestens -7 C° in gefrorenem Zustand geern- tet und rasch abgepresst, bevor das durch die Eiskristallisation fest- gehaltene Wasser in der Beere wieder auftaut. Nur das an Aroma- stoffen, Säure und Zucker reiche Mostkonzentrat läuft von der Kel- ter ab. |
| Entrappen |
Trennung der Beeren von den Stielen der Weintraube. Dadurch soll vermieden werden, dass der in den Rappen enthaltene Gerbstoff (Tannin) in den Wein gelangt. Wein mit zu hohem Gerb- stoffgehalt schmeckt bitter. |
| Erzeugerabfüllung |
Nur ein Wein, der aus dem eigenen Weinberg stammt, selbst gekeltert, bereitet und abgefüllt worden ist, darf diese Bezeichnung tragen. |
| Essigsäure |
Entsteht aus Acetatdehyd bzw. durch Oxydation des &Aouml;thylalkohols mit Essigbakterien und ruft einen Essiggeschmack her- vor. Natürlich ein Fehler beim Wein. Solche Weine kommen aber normalerweise nicht in den Handel. |
| Extrakt |
Unter diesem Begriff versteht man die Summe der im Wein enthaltenen nichtflüchtigen Substanzen, nämlich Zucker, organische Säuren, Farbstoffe, Bukettstoffe und Mineralstoffe. |
